Es gibt ja so Dinge, die sind halt am Gemüse dran. Karottengrün zum Beispiel. Wir hatten einen Bund Möhren mit Grün in der Kiste und bei Marc kam der sparsame Schwabe durch: muss man das wirklich wegwerfen?
Also, schnell im Internet das Wort "Karottengrün" eingegeben. Neben einigen anderen Vorschlägen - z.B. dem Kanninchen geben - fiel auch das Wort "Pesto". Pesto geht im Sommer natürlich immer. Und kaum hatte ich das Wort vom Rechner in Richtung Küche gerufen, hatte Marc auch schon die Grundzutaten für ein Pesto beisammen. Dazu gab es Vollkorn-Farfalle vom Lidl. Die sind wirklich lecker, deutlich besser als man das noch so von vor ein paar Jahren kennt.
Zutaten:
2 Knoblauchzehen
25 g Cashewkerne (alternativ Pinienkerne für die edle Variante)
Salz
ca. 120 g Karottengrün
Parmesan
125 ml Olivenöl
Zubereitung:
Knoblauch, Cashewkerne, 1 große Prise Salz und Karottengrün in einen Mixer geben und fein pürieren. Dann langsam das Olivenöl einrühren und zuletzt den Parmesan unterheben.
Am besten einen Tag vorher zubereiten, dann verbinden sich die Aromen deutlich besser. Zur Aufbewahrung immer eine Schicht Olivenöl oben auf dem Pesto haben, dann schimmelt es nicht.
Zutaten für 3 Personen:
2 Stangen Lauch
2 Frühlingszwiebeln
Öl oder Butter(ersatz)
2 Portionen Kartoffelpürree (oder Kartoffelstampf +2 EL Milch)
1 Eiweiß
Muskat, Salz, Pfeffer, gemahlenerKümmel
Sauce:
100g Cheddar, gerieben
1 Eigelb
3-4 EL Bier
1 EL Senf
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Backofen auf 160°C vorheizen. Eine Auflaufform einfetten.
Lauch und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und waschen. In Öl oder Butter anbraten, mit Salz, Pfeffer und Kümmel (wer mag) abschmecken.
Ei trennen. Kartoffelpürree mit dem Eiweis verrühren und mit Muskat würzen. Als unterste Lage in die Auflaufform geben. Darüber den Lauch verteilen.
Die Zutaten für die Sauce miteinander verrühren und über den Lauch geben. Für ca. 15 Minuten in den Ofen, dann die Temperatur hochdrehen und den Käse bei Oberhitze oder unter dem Grill noch etwas bräunen.
Dazu passt ein frischer Salat, der Rest aus der Bierflasche und Brown Sauce.
Ganz klassisch ist die unterste Lage eigentlich ein Toast (vorgetoastet, Backzeit 7-8 Minuten). Alternativ zu dem hier genutzten Kartoffelstampf gehen auch einfach klein geschnittene gekochte Kartoffeln, z.B. vom Vortag.
Ich gehöre auch zu denen, die Stunden damit verbringen, bei Pinterest alle möglichen tollen Dinge zu finden und sie dann nicht umzusetzen. Das schöne dran ist, man fühlt sich dabei fast noch produktiv, schließlich sind es ja praktische Dinge. So auch Rezepte. Wen meine Ausbeute dazu bisher interessiert, der kann hier bei Pinterest schauen. Inzwischen schaut auch Marc zumindest bei den Rezepten gerne mit.
In der Gemüsekiste lag diesmal ein Brokkoli. Und Marc hatte lauter positive Dinge über Quinoa gelesen, das wollten wir also unbedingt mal testen. Praktischerweise lief uns bei Pinterest ein schnelles Rezept für Quinoa mit Brokkoli und Käse über den Weg.
Das Original-Rezept ist mit Sicherheit gut. Wie genau, kann ich leider nicht sagen, da meine Grundhaltung zu Rezepten mal wieder zugeschlagen hat: das kann man auch anders machen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, ein Essen nur mit Salz und Pfeffer zu würzen. Marc sagt immer, solange ich noch eine Zutat aus dem Rezept verwendet habe, habe ich angeblich nach Rezept gekocht. (Wasser ist auch eine Zutat, oder?)
Ganz so schlimm war es diesmal nicht. Es war noch erkennbar.
Hier also mein Rezept:
Zutaten für 2 Personen (als Hauptgericht):
1 kleiner Brokkoli in kleinen Röschen
150g Quinoa
150g Frischkäse
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Gemüsebrühe (etwas mehr als nach Packungsanweisung beim Quinoa)
Gewürze nach Laune (z.B. Paprikapulver, Piment, Salz, Kräuter)
Zubereitung:
Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen. Knoblauch hinzugeben, kurz mitrühren. Dann den Quinoa dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Ungefähr 10 Minuten köcheln lassen, dann den Brokkoli hinzugeben. Nochmal 10 Minuten köcheln lassen. Nur noch den Frischkäse unterrühren, nach Laune würzen und genießen.