Eines der Dinge, die Marc immer von seinen Heimatbesuchen mitbringt, sind Maultaschen und Schupfnudeln von Bürger. Klar, beides gibt es auch von anderen Marken (und beides kann man selbst machen), aber bisher mögen wir diese Marke am liebsten. Bei den Maultauschen ist unser Favorit klar die Pilzmaultasche. Diesmal waren es allerdings keine Maultaschen sondern Schupfnudeln, die in die Pfanne gewandert sind.
Zutaten für 3 Portionen
1 Packung Schupfnudeln
3 Gemüsezwiebeln
1 TL Butter (oder vegetarischer Ersatz), optional
Öl zum anbraten
1-2 TL Zucker
1-2 TL gemahlener Kümmel
1-2 EL Zitronensaft
Paprika, Salz und Pfeffer nach Geschmack
Salbei und Basilikum
saure Sahne
Zubereitung
Zunächst die Gemüsezwiebel in grobe Streifen schneiden, z.B. erst vierteln und dann in Streifen schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln hineingeben. Sofort den Zucker darüber geben und bei mittlerer Hitze braten, bis sie den gewünschten Biss und Bräunungsgrad haben. Zwischendrin mit Kümmel, Paprika, Salz und Pfeffer würzen.
Zwiebeln in eine Schüssel geben und beiseite stellen. Nun die Schupfnudeln in die Pfanne geben und zusammen mit der Butter anrösten, bis sie leicht braun sind.
Zwiebeln wieder dazu geben, die Kräuter und den Zitronensaft unterrühren und kurz erhitzen.
Mit etwas saurer Sahne zusammen servieren.
Und ich muss gestehen, als Gelegenheits-Fleischesser habe ich die ganze Zeit von einem schönen Steak dazu geträumt.
Zitronengras-Reispfanne mit Champignons
Posted by: Unknown in asiatisch, Pfannengerichte, vegetarischRezept
Zutaten für 4 Personen:
300 g gekochter Reis vom Vortag (z.B. Basmati)
500 g Champignons
3 Stängel Zitronengras
1 Spitzpaprika
1 Zwiebel
1 kleines Stück Ingwer
150 ml Kokosmilch
2 Eier
2 TL Sojasauce
2 TL 5 Gewürze-Mischung
Paprikapulver
1 TL Thai-Curry (Schubeck)
1 EL Asia-Chillisauce (ich benutze am liebsten die ganz billige "für Huhn")
1/2 TL Galgantpulver (wer mag, gibt es im Asialaden)
Zubereitung:
Zuerst alles Gemüse vorbereiten und bereitstellen: die Zwiebel in schmale Ringe schneiden, den Ingwer schälen und klein hacken. Die Champignons werden in dicke Streifen geschnitten, die Paprika in kleine Würfel. Den oberen Teil des Zitronengrases in feine Ringe schneiden. Den unteren einmal der Länge nach halbieren.
Eier mit 1 TL Sojasauce und 1/2 TL 5 Gewürze-Mischung verrühren und im Wok mit wenig Öl daraus ein Rührei braten. Beiseite stellen.
Neues Öl in den Wok geben, darin die Zwiebelringe zusammen mit der restlichen 5 Gewürze-Mischung und dem Galgant-Pulver anbraten. Ingwer und Zitronengras dazu geben und kurz mit anbraten. Dann den Reis und die Paprika in den Wok geben und mit anbraten. Nach 3-4 Minuten die Champignons dazugeben und weiter braten lassen bis zum gewünschten Bräunungsgrad von Reis und Champignons.
Für etwas Sauce jetzt die Kokosmilch, die Asia-Chillisauce und die Sojasauce dazugeben. Mit dem Thai-Curry abschmecken.
Steinpilz-Pfifferling-Ragout mit Kartoffelstampf
Posted by: Unknown in Beilage, Pfannengerichte, saisonalHin und wieder gehen wir gerne auf den Markt. So auch letzten Samstag mal wieder. Eigentlich wollten wir ja nur ein paar Kräuter kaufen für die Fensterbank. Wir haben Juli, also hat die Pilzsaison gerade angefangen. Natürlich kamen wir an diversen Ständen vorbei, die frische Pfifferlinge hatten. Und bei zweien gab es sogar noch frische Steinpilze. Gut, teuer aber einfach göttlich. Bei frischen Steinpilzen bin ich sofort wieder elf Jahre alt und sitze bei geschätzten 40 Grad auf einer schattigen Steinveranda in einem Lokal unweit von Volterra, Toskana. Und esse die ersten frischen Steinpilze meines Lebens. Die Steinpilze mussten also mit. Und da Marc bisher nur getrocknete kennt, mussten sie wirklich mit. Zur Abrundung gab es noch Pfifferlinge dazu.
Zuhause dann natürlich die große Frage, was man mit diesen Steinpilzen denn leckeres kocht. Also den obligatorischen Blick in den zugegeben sehr vollen Kühlschrank (Markt ist wie Ikea und nur Kerzen kaufen. Das funktioniert nie.). Und nur nebenbei bemerkt: Pfifferlinge putzen ist eine Strafe. Aber sie schmecken frisch einfach so viel besser.
Zutaten für 3 Portionen:
1 mittelgroße Süßkartoffel (ca. 300 g)
300 ggeschälte mehlig kochende Kartoffeln
150 g frische Steinpilze
200g frische Pfifferlinge
2-3 Stangen Porree / Lauch
ca. 2 EL Butter oder vegetarischer Butter-Ersatz
2 EL Basilikum-Pesto
2 EL Creme fraiche
frische Kräuter, z.B. Estragon und Liebstöckel
Salz, Pfeffer
Manchego (oder anderer leicht würziger Käse)
Zubereitung:
Pfifferlinge putzen. Bitte etwas Zeit einplanen, das dauert wirklich.
Kartoffeln schälen, kleinschneiden und mit einer ausreichenden Menge Wasser kochen, bis sie gar sind. Gleichzeitig die Süßkartoffel schälen, auch klein schneiden und auf einem Backblech verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Backofen danach ausstellen, die Süßkartoffelstücke aber bis zum weiteren Gebrauch im Ofen lassen.
Während die Kartoffeln kochen den Lauch in Ringe schneiden, die frischen Kräuter hacken und die Steinpilze in mundgerechte Stücke schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und den Lauch hinzu geben. Kurz anbraten, dann die Steinpilze dazu geben. Abermals kurz anbraten, dann die Pfifferlinge ebenfalls in die Pfanne geben. Alles zusammen noch 2-3 Minuten weiter braten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann die Hitze reduzieren und einen Deckel auf die Pfanne tun.
Jetzt die Kartoffelwürfel stampfen oder pürieren, nach Geschmack würzen und die Süßkartoffel-Würfel darunter mischen. Hin und wieder die Pilze dabei umrühren.
Wenn der Kartoffelstampf fertig ist, werden die frischen Kräuter und das Pesto zu den Pilzen gegeben. Alles gut vermengen, dann die Creme fraiche dazu geben. Jetzt nur noch final abschmecken und anrichten.
Zu guter Letzt wird noch etwas Manchego über die Pilze gerieben.
Das Essen ist definitiv nicht günstig, wenn man gerne Pilze isst, lohnt sich die Investition in frische Steinpilze aber definitiv!
Wurzelgemüse mit Möhren, Topinambur und weißer Rübe
Posted by: Unknown in Pfannengerichte, vegetarischWir haben ja eine grüne Kiste. Neben der Herausforderung zu kreativem Kochen liebe ich besonders die Tatsache, dass man immer mal wieder bisher unbekannte oder gemiedene Gemüse geliefert bekommt. Eine der besten Entdeckungen über die Kiste war bisher die Topinambur. Ich hatte sie zwar schonmal im Supermarkt gesehen, war aber eher skeptisch. Grundsätzlich sieht sie ein bißchen aus wie das Ergebnis einer durchzechten Nacht zwischen Möhre und Kartoffel - Marc sagt, es waren Kartoffel und Tannenzapfen. An sich schreckt mich ein seltsames Äußeres ja nicht aber da ich auch bisher noch keine Rezepte gelesen hatte, blieb die Topinambur immer liegen. Bis ich sie dann in der Kiste hatte und benutzen musste. Und ich mag sie. Marc mag sie sogar noch lieber als ich. Eingesetzt werden kann sie ähnlich wie eine Kartoffel, wobei sie deutlich süßlicher ist und auch nicht so viel Stärke hat. Dafür kann man sie auch roh essen. Und für alle von uns, die auf die inneren Werte achten: 100g Topinambur haben 31kcal, davon 2,44g Eiweiß, 0,41g Fett, 4g Kohlenhydrate und 12,5g Ballaststoffe. Daneben eine Reihe von Mineralstoffen und Vitaminen. Die Kartoffel hat dagegen 71 kcal, 15g Kohlenhydrate, 2g Eiweiß und 0,1g Fett dabei sowie 2,1g Ballaststoffe.
Kurz gefasst, die Topinambur ist prima, wenn man abends eher weniger Kohlenhydrate möchte.
Der große Unbekannte diesmal war allerdings nicht die Topinambur sondern die weiße Rübe (auch Mairübe genannt). Auch die hatten wir schon mehrfach in der Gemüseabteilung oden am Marktstand gesehen. Eigentlich ja ganz hübsch, weiß mit einem fließenden Übergang zu lila. Aber kaufen? Ne....
Nun lag sie also in der Kiste und wollte gegessen werden. Außerdem lagen da Möhren drin (es sind immer Möhren drin). Und wir hatten noch Topinambur. Es lag also nahe, diese drei in eine Pfanne zu werfen, dazu eine Sauce zu rühren und das ganze mit ein wenig Reis auf dem Teller zu platzieren. Die Rübe machte roh eher skeptisch, sogar ich fand sie leicht bitter. Aber fertig gekocht ging es dann ganz gut. Wobei Schatz ganz richtig feststellte, dass das Gericht ohne die Rübe bestimmt nicht schlechter schmecken würde.
Rezept für 3 Personen
Zutaten:
2-3 Möhren
2 weiße Rüben
400g Topinambur
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
250ml Gemüsebrühe
100ml Cidre oder Apfelsaft
1/2 Dose Alnatura Shiitake-Paste
1 TL Honig
1 Messerspitze Vanilleessenz (optional)
Mittel nach Wahl zum Sauce eindicken
Gewürze: Paprika, Piment, Salz, weißer Pfeffer, Kümmel, Kreuzkümmel, Kerbel getrocknet (oder was man sonst so da hat und gerne nutzt)
Zubereitung:
Möhren, Rüben und Topinambur schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Knoblauch und Zwiebeln fein hacken. Zwiebeln mit Paprika, Piment, Salz und Pfeffer in etwas Öl anschwitzen und nach 2-3 Minuten den Knoblauch dazu geben. Honig hinzufügen und leicht karamelisieren lassen. Als nächstes die Möhren dazugeben, ca. 2-3 Minuten später die Rüben und die Topinambur. Alles einige Minuten anrösten und dann mit Gemüsebrühe und Cidre ablöschen. Vanilleessenz dazugeben und alles ca. 10 Minuten (oder bis zum gewünschten Garpunkt) köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Die Paste einrühren und die Sauce wenn gewünscht noch mit Saucenbinder nach Wahl etwas eindicken. Nochmal abschmecken mit Kümmel, Kreuzkümmel, Kerbel etc. und servieren.
Wir haben dazu Reis gegessen, alternativ wären bestimmt auch andere Beilagen wie Bulgur, Quinoa oder Sommerweizen (das Zeug von ebly halt) sehr lecker. Und wer möchte, kann natürlich auch ein Stück Fleisch dazu reichen.
Habt ihr schonmal mit weißen Rüben gekocht? Welche Rezepte könnt ihr empfehlen?